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Summary

Graben Quotenende & GAP Almbauern das Wasser ab? In: Top agrar Österreich, 1ß/2012, 8-12


Kirner, L.

2012-07-30

Schon in den vergangenen Jahren hat sich die Almwirtschaft in Österreich tendenziell von der arbeitsintensiven Almmilchproduktion hin zu arbeitsextensiveren Nutzungsformen verlagert. Die Frage, ob sich dieser Trend durch das Ende der Milchquote ab 2015 noch verschärft, kann die Studie nicht eindeutig mich ja oder nein beantworten. Trotzdem lässt sich aus den Berechnungen folgern, dass der Druck zur Aufgabe der Almmilchproduktion steigen könnte. Zum einen sprechen dafür die generellen strukturellen Veränderungen in der Milchkuhhaltung in Österreich: immer größere Herden und höhere Milchleistungen je Kuh. Zum anderen belegen die vorliegenden Berechnungen, dass das Einkommen der Betriebe ohne Almauftrieb der Milchkühe mittel- bis längerfristig gesteigert werden kann, wenn Flächen im Umkreis des Heimbetriebes gepachtet werden können (kein teurer Quotenkauf im Tal). Dabei wurde nicht berücksichtigt, dass mögliche Flächenreserven am Heimbetrieb vorhanden sind oder die Milchproduktion ohne Almauftrieb der Kühe intensiviert wird. In Regionen ohne Spielraum für Pachtmöglichkeiten wird der Almauftrieb auch in Zukunft wirtschaftlich attraktiv sein. Darüber hinaus kann eine angemessene Dotierung der Ausgleichszahlungen für die Almwirtschaft ab 2014 diesen Trend entschärfen.