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6.07.15

Zukunft Pflanzenbau

Studie zum Strategieprozess "Zukunft Pflanzenbau"

Diese Studie versucht einen Überblick über die wirtschaftliche, volkswirtschaftliche und soziale Situation des Pflanzenbaues in der österreichischen Landwirtschaft zu geben. Für die mengenmäßig bedeutenden pflanzlichen Urprodukte ergibt sich quantitativ eine Unterversorgung. Dies liegt unter anderem an den hohen Verarbeitungskapazitäten im Inland (Lebensmittelproduktion und technische Verwertung). Nichtsdestotrotz herrscht ein starker ökonomischer Druck auf der landwirtschaftlichen Urproduktion. Seit 1995 ist die Nettowertschöpfung zu Herstellungspreisen rückläufig. Aus Verbrauchersicht gewinnen neben der Ernährungssicherung zunehmend qualitative Aspekte der Lebensmittelversorgung an Bedeutung. Wachsend spielen dabei neben produktspezifischen Eigenschaften auch ökologische und soziale Aspekte eine bedeutende Rolle. Als eines der führenden Länder in der biologischen Landwirtschaft, liegt der Anteil an biologisch bewirtschafteten Flächen bei 20 %. Im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel herrscht eine starke Marktkonzentration. Die Beschäftigung in der Landwirtschaft sowie den vor- und nachgelagerten Bereichen macht in Summe ca. 10 % der Gesamterwerbstätigen in Österreich aus. Österreich hat eine negative Außenhandelsbilanz bei den Zollkapiteln 1-24 (agrarischer Außenhandel). Allerdings konnte sich durch den vermehrten Handel das wertmäßige Außenhandelsvolumen für agrarische Produkte seit 1995 in Österreich verfünffachen. Trotz der gestiegenen Exporte beträgt das Außenhandelsdefizit bei agrarischen Produkten seit Jahren etwa 1 Mrd. Euro, es werden also um ca. 10 % mehr Agrargüter importiert als exportiert.

Die Bundesanstalt für Agrarwirtschaft führte diese Studie im Rahmen des vom BMLFUW initiierten Strategieprozesses "Zukunft Pflanzenbau" durch.

Bundesanstalt für Agrarwirtschaft Wien
DI Thomas Resl, MSc
unter Mitarbeit von Martin Brückler, Josef Hambrusch, Karlheinz Pistrich, Erika Quendler und Josef Pinkl

Wien, Juni 2015