Grüner Bericht 2014

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Rinderbestände auf Bezirksebene

Österreich war der erste EU-Staat, dem die Kommission gestattete sogenannte Verwaltungsdaten für die Erfassung des Rinderbestandes zu verwenden. Ab 2000 wurde der österreichische Rinderbestand aus einer Auswertung der AMA-Rinderdatenbank (RDB) unter Hinzuziehen einer Stichprobenerhebung der Statistik Austria ermittelt.

2004 erreichte Österreich, die Genehmigung dahingehend auszuweiten, den Rinderbestand ausschließlich mittels Auswertung aus der RDB zu erfassen. Für die Ermittlung der Schlacht- und Zucht-/Nutzungskategorien bei Kälbern und Kalbinnen, welche in der Rinderdatenbank nicht ausgewiesen sind, wird eine von der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft entwickelte sog. Faktorenmethode angewendet.

Im Zuge dieser Auswertung aus der RDB ist es nun möglich den Rinderbestand Österreichs auch bezirksweise darzustellen (jedoch ohne Schlacht- und Zucht-/Nutzungskategorien).

Tabellen mit den Bezirks-Rinderbeständen

Bezirke, die weniger als 4 Rinderhalter haben, werden aus Datenschutzgründen nicht ausgewiesen bzw. mit XXX maskiert.

Download Rinder- Bezirksbestaende 1. Dez 2013

Download Rinder- Gemeindebestaende 1. Dez 2013

Der Schwerpunkt der österreichischen Rinderhaltung liegt im westlichen und mittleren Alpenvorland sowie im Wald- und Mühlviertel. Die alpinen Produktionsgebiete weisen relativ dazu geringere Stückzahlen auf. Die Veränderung des Bestandes zwischen 2012 und 2013 zeigt größtenteils eine leichte Abnahme. Jedoch ist die Anzahl an Bezirken, mit einer leichten Bestandeszunahme, im Vergleich zum letzten Jahr deutlich gestiegen.




Der Rinderbesatz je Hektar Landwirtschaftsfläche liegt im westlichen Alpenvorland,  im Wald- und Mühlviertel und in alpinen Randzonen oft über 1 GVE/ha, in den hochalpinen Regionen meist unter 1 GVE/ha. Die größten rinderhaltenden Betriebe  sind im Nord- und Südosten Österreichs – jedoch bei sehr geringer Anzahl der Betriebe - zu finden. Im Berggebiet sind die Rinderstückzahlen je Betrieb durchwegs kleiner, die Tendenz zu weniger Rinderhaltern mit größeren Beständen setzt sich fort.

Im westlichen Alpenvorland und im Mühlviertel sind die Kuhbestände am größten. Dort und in den nördlichen und westlichen alpinen Gebieten liegt der Schwerpunkt bei der Milchkuhhaltung, während in südalpinen Regionen oft die Mutterkuhhaltung überwiegt. Im Vergleich zum letzten Jahr sind in mehreren Bezirken leichte Zunahmen der Bestände zu verzeichnen, im Großteil der Bezirke jedoch leichte Abnahmen. Die Zahl der Kuhhalter verringert sich weiter.





Die Verteilung der Rinderbestände auf die Gemeinden zeigt die bevorzugten Lagen der Rinderhaltung im Alpenvorland, im Wald- und Mühlviertel und am Alpenostrand. Die Bestände in den alpinen Regionen sind sehr dispers verteilt und z.B. im Tiroler Oberland oder im Gebiet Eisenwurzen äußerst gering.

Ein ganz ähnliches Bild wie oben ergibt die Betrachtung der Verteilung der Rinderhalter. In den Ackerbaugebieten sind nur mehr vereinzelt Rinderhalter - jedoch mit überdurchschnittlich großen Beständen - zu finden. Die Bergregionen weisen zumeist viele Betriebe mit kleinen Beständen auf.