Einladung zum 56. AWI-Seminar am 6. Oktober 2015

Einblicke in Österreichs Landwirtschaft seit dem EU-Beitritt 1995 >

Zukunft Pflanzenbau

Studie zum Strategieprozess "Zukunft Pflanzenbau" >

Rinderbestände auf Bezirksebene

Österreich war der erste EU-Staat, dem die Kommission gestattete sogenannte Verwaltungsdaten für die Erfassung des Rinderbestandes zu verwenden. Ab 2000 wurde der österreichische Rinderbestand aus einer Auswertung der AMA-Rinderdatenbank (RDB) unter Hinzuziehen einer Stichprobenerhebung der Statistik Austria ermittelt.

2004 erreichte Österreich, die Genehmigung dahingehend auszuweiten, den Rinderbestand ausschließlich mittels Auswertung aus der RDB zu erfassen. Für die Ermittlung der Schlacht- und Zucht-/Nutzungskategorien bei Kälbern und Kalbinnen, welche in der Rinderdatenbank nicht ausgewiesen sind, wird eine von der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft entwickelte sog. Faktorenmethode angewendet.

Im Zuge dieser Auswertung aus der RDB ist es nun möglich den Rinderbestand Österreichs auch bezirksweise darzustellen (jedoch ohne Schlacht- und Zucht-/Nutzungskategorien).

Tabellen mit den Bezirks-Rinderbeständen

Bezirke, die weniger als 4 Rinderhalter haben, werden aus Datenschutzgründen nicht ausgewiesen bzw. mit XXX maskiert.

Download Rinder- Bezirksbestaende 1. Dez 2014

Download Rinder- Gemeindebestaende 1. Dez 2014

Der Schwerpunkt der österreichischen Rinderhaltung liegt im westlichen und mittleren Alpenvorland sowie im Wald- und Mühlviertel. Die alpinen Produktionsgebiete weisen relativ dazu geringere Stückzahlen auf. Die Veränderung des Bestandes zwischen 2013 und 2014 zeigt erstmals seit mehreren Jahren eine leichte Zunahme.




Der Rinderbesatz je Hektar Landwirtschaftsfläche liegt im westlichen Alpenvorland,  im Wald- und Mühlviertel und in alpinen Randzonen oft über 1 GVE/ha, in den alpinen Regionen meist unter 1 GVE/ha. Die größten rinderhaltenden Betriebe sind im Nord- und Südosten Österreichs – jedoch bei sehr geringer Anzahl der Betriebe - zu finden. Im Berggebiet sind die Rinderstückzahlen je Betrieb durchwegs kleiner, die Tendenz zu weniger Rinderhaltern mit größeren Beständen setzt sich fort.

Im westlichen Alpenvorland und im Mühlviertel sind die Kuhbestände am größten. Dort und in den nördlichen und westlichen alpinen Gebieten liegt der Schwerpunkt bei der Milchkuhhaltung, während in südalpinen Regionen oft die Mutterkuhhaltung überwiegt. Im Vergleich zum Vorjahr, sind in mehreren Bezirken Zunahmen der Bestände zu verzeichnen. Auch insgesamt gibt es in Österreich zum ersten Mal seit mehreren Jahren eine leichte Zunahme der Kuhbestände. Die Zahl der Kuhhalter verringert sich weiter.





Die Verteilung der Rinderbestände auf die Gemeinden zeigt die bevorzugten Lagen der Rinderhaltung im Alpenvorland, im Wald- und Mühlviertel und am Alpenostrand. Die Bestände in den alpinen Regionen sind sehr dispers verteilt und z.B. im Tiroler Oberland oder im Gebiet Eisenwurzen äußerst gering.

Ein ganz ähnliches Bild wie oben ergibt die Betrachtung der Verteilung der Rinderhalter. In den Ackerbaugebieten sind nur mehr vereinzelt Rinderhalter - jedoch mit überdurchschnittlich großen Beständen - zu finden. Die Bergregionen weisen zumeist viele Betriebe mit kleinen Beständen auf.





Die Rinderbestände in Österreich weisen seit 1999 eine Abnahme um 9% auf. Die Abnahme der Rinderhalter um 37% seit 1999, zeigt eine deutliche Intensivierung der Rinderbetriebe. Abnahmen des Rinderbestandes finden sich vor allem in den Ackerbau Gebieten im Osten Österreichs. Zunahmen des Rinderbestandes seit 1999 finden sich in einigen Bezirken der Berggebiete, wobei jedoch insgesamt die Abnahmen überwiegen.